In den
Räumen der Paul-Gerhardt-Gemeinde Braunschweig der
Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) fand am
9.April die Jahresversammlung des Vereins „Humanitäre Hilfe
Osteuropa“ (http://www.humanitaere-hilfe-osteuropa.de) statt.
Dabei stand die Vorstandswahl des im Bereich der SELK beheimateten
Vereins für die neue zweijährige Amtsperiode an. Der
Vorsitzende, Bischof i.R. Dr. Diethardt Roth (Melsungen), sein
Stellvertreter, Tobias Krüger (Dedeleben), und Kassenwart Horst
Biemer (Greifenstein) wurden einstimmig wiedergewählt. Für
den ausscheidenden Schriftführer Pfarrer i.R. Manfred Schlie
(Celle), der sich nicht zur Wiederwahl stellte, wurde Pfarrer Markus
Müller (Lachendorf) einstimmig in den Vorstand gewählt.
In seinem
Rechenschaftsbericht erläuterte Altbischof Roth, dass die
Arbeitsschwerpunkte im vergangenen Jahr wieder in Weißrussland
und Moldawien gelegen hätten, in Ländern, in denen in
vielfältiger Weise Hilfe benötigt werde. Dabei sei dem Verein
bewusst, „dass es in diesen Ländern wie überall auch
eine gut situierte Schicht gibt, die keiner Hilfe bedarf.“
Insgesamt seien
im vergangenen Jahr sechs Transporte nach Weißrussland und zwei
Transporte nach Moldawien geschickt worden, führte der Vorsitzende
aus. Hilfe sei auch bei der Sanierung sanitärer Anlagen geleistet
worden: In einem Heim für 160 psychisch kranke Menschen habe der
Verein in Zusammenarbeit mit der Caritas in Vitebsk die sanitären
Anlagen für die 80 Frauen für 20.000 Euro saniert und damit
menschenwürdige Bedingungen geschaffen. In zwei Kinderheimen im
Umkreis von Minsk konnte durch die Finanzierung von Maschinen
– Industriewaschmaschinen, Trockner und Bügelautomat –
geholfen werden.
„Um unsere
Arbeit durchführen zu können, brauchen wir vielfältige
Unterstützung aus der SELK und aus anderen Bereichen“, sagte
Roth in seinem Bericht, hier gebe es hinsichtlich der
Öffentlichkeitsarbeit und Werbung noch Optimierungsbedarf.
Im Ausblick auf
künftige Projekte erklärte Roth, dass weiterhin
Hilfsgüter gesammelt würden, um sie in Osteuropa verteilen zu
können. Die nächsten Transporte nach Weißrussland und
Moldawien seien bereits geplant. Auch Geldspenden würden weiter
gesammelt, um Projekte zu fördern. Die Sanierung der
sanitären Anlagen einer Einrichtung für bedürftige
Männer in Polozk (Weißrussland) mit einem Kostenaufwand von
20.000 Euro stehe an, zudem die Finanzierung von Waschmaschinen und
Trockner für ein Kinderheim in Belz (Moldawien) mit einem
Kostenaufwand von 15.000 Euro.
Mit dem Anliegen
„Gewinnung vieler Beterinnen und Beter“ markierte der
Altbischof ein dezidiert geistliches Anliegen: Es gehe darum, Menschen
zu gewinnen, „die für die Anliegen humanitärer Arbeit
weltweit und speziell für Weißrussland und Moldawien die
Hände falten.“
(Zusammenfassung!)
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